Hackert, Jakob Philipp sen.

• geboren am 3. April 1712 in Berlin
• Taufe am 13. April 1712 im Dom zu Berlin
• Bildnis- und Hofmaler des Prinzen Heinrich von Schwedt in Prenzlau
• Vater: Staffiermaler Hackert, Peter (geboren in Königsberg - 8. Dezember 1730 in Prenzlau)
• Mutter: Anna Sophia Elisabeth Wentzel
• Konfirmationa 1731 an der deutsch-reformierten Kirche zu Prenzlau
• heiratet am 21. August 1736 Margarethe Kunigunde Meister (1720 in Prenzlau - nach 1768 in Prenzlau) in Prenzlau
• aus der Ehe gehen fünf Söhne und zwei Töchter hervor:
- Hackert, Jakob Philipp (15. September 1737 in Prenzlau - 28. April 1807 bei Florenz)
- Hackert, Dorothea Elisabeth (geboren im November 1739, getauft am 8. November 1739 in der deutsch reformierten Kirche in Prenzlau)
- Hackert, Johann Gottlieb (9. November 1744 in Prenzlau - 1773 in Bath/England)
- Hackert, Margaretha Sophia (geboren im November 1747, getauft am 12. Juni 1747 in der deutsch reformierten Kirche in Prenzlau)
- Hackert, Friedrich Wilhelm (2. Juni 1748 in Prenzlau - 1780 in Petersburg)
- Hackert, Karl Ludwig (28. April 1751 in Prenzlau - 1800 in Lausanne)
- Hackert, Margaretha Friederike (geboren 1754 in Prenzlau - gestorben 1755 in Prenzlau)
- Hackert, Georg Abraham (17. Oktober 1755 in Prenzlau - 1805 bei Florenz)
- Hackert, Margarethe Friedericke (geboren 1764 in Prenzlau - )

• 1738 streicht er das Regierungsspind des Rathauses an und vergoldet die Sonnenuhr des Rathauses
• 1740 streicht er für 2 Taler 12 Groschen Schilderhäuser an
• 1742 streicht er für 10 Taler 12 Groschen die wegweiser mit dem Stadtwappen an
• malt die Gedächtnisschrift des Rolands an und vergoldet sie für 9 Taler
• 1743 streicht er die Wegweiser für 9 Taler 8 Groschen an
• 1744 streicht er für 3 Taler 19 Groschen 6 Pfennige sechs neue Brunnenküwen an
• 1745/6 erhält er für die Anstreichung der Brücke auf dem Voller Damm (Fischerstraße) 2 Taler und für die Anstreichung der Wurstbrücke (Kreuzstraße) auch 2 Taler sowie für das Anstreichen der Pfeiler vor dem Steintor 1 Taler
• 1746/7 erhält er für das Streichen des Torweges 8 Taler 8 Groschen, für das Anstreichen von zwei Schilderhäuser 5 Taler 8 Groschen und für die verfertigten Warnungstafeln 8 Taler
• 1748 erhält er 8 Taler 20 Groschen "Für die Warnungs Taffel das Fechten und Betteln der Handwerksburschen und andern liederlichen Gesindels zu bestraffen..."
• 1751 beschäftigte ihn während seiner Anwesenheit in Prenzlau der Landgraf Ludwig I. und belohnte ihn fürstlich
• 10. Februar 1752 erwirbt Hackert das Haus Prinzenstraße 601
• 1753 ist Hackert steuerfrei
• 1753/4 führt weitere Arbeiten gegen Quittung aus
• 1756 wohnt Hackert im Uckerviertel
• die große Landgräfin und Erbprinzessin Karoline läßt 1756 ihr Zimmer "en pekin" von Hackert tapezieren
• Hackert hat 1759 einen Garten auf den Querwällen (Gartengelände westlich an der Straße "An der Schnelle")
• bis Ende 1760 ist Hackert als Maler und Brenner im Uckerviertel erwähnt
• 1761 erscheint sein Name nicht mehr in der Serviceliste
• 1762/3 erscheint sein Name als Gartenbesitzer an den Querwällen und 1768/9 wird dort sein Nachfolger Friedrich Hacke
• verzieht nach Berlin und stirbt dort 1768


Quellen:
• "Jakob Philipp Hackert - Leben und Anfänge seiner Kunst", Dr. Bruno Lohse, Verlags-Anstalt Heinr. & J. Lechte, Emsdetten (Westf.), 1936
• "Aus dem Kulturleben der Stadt Prenzlau bis 1945", Alfred Hinrichs, 1961, maschinenschriftliche Aufzeichnungen
• "Hackert, Jakob Philipp." In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 7, Wolfgang Freiherr von Löhneysen, Duncker & Humblot, Berlin 1966, Seite 410, ISBN 3-428-00188-5
• "Jakob Philipp Hackert - Der Landschaftsmaler der Goethezeit", Wolfgang Krönig u. Reinhard Wegner mit einem Beitrag von Verena Krieger, Böhlau Verlag Köln Weimar Wien, 1994, ISBN 3-412-04194-7